Großbrand bei Meuselwitz: Bevölkerung muss über Gefahren der Rauchgase informiert werden
,Seit dem 27. Juni 2026 brennen kohlehaltige Ablagerungen in einem Kohletrübe-Becken auf dem ehemaligen Tagebaugelände Rusendorf bei Meuselwitz im Landkreis Altenburg. Der unterirdische Schwelbrand stellt eine dauerhafte und möglicherweise sehr ernsthafte Gefährdung für die Bevölkerung und die Umwelt dar. Die unterschiedlichen Aussagen zu den Bekämpfungsmaßnahmen und den möglichen Zeithorizonten bis zur Lösung des Problems sorgen für Unsicherheit in der Bevölkerung.
Dr. Frank Augsten, agrarpolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, erklärt dazu:
“Im Rahmen meiner Abgeordnetentätigkeit im Kreis Altenburg konnte ich mich mit mehreren vom Großbrand direkt Betroffenen austauschen und kann ihre Ungeduld gut nachvollziehen. Während die reine Brandbekämpfung technisch eine große Herausforderung darstellt und eine komplette Löschung sicher nicht so schnell zu realisieren ist, muss die Bevölkerung sofort über die Messergebnisse der Rauchgase lückenlos informiert werden. Die BSW-Fraktion hat deshalb am 17. August eine Dringlichkeitsanfrage an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten gestellt.”
Darin geht es um die Zusammenarbeit der zuständigen staatlichen Stellen mit der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), die Einbindung der betroffenen Bevölkerung, den Stand der Messungen der durch den Brand entstehenden Abgase und mögliche Gesundheitsgefährdungen sowie um aktuelle Brandbekämpfungs- und Sicherungsoptionen.