Freie Fahrt mit Tempo 60 für Simson-Reimporte
,Beim Arbeitstreffen der ostdeutschen Verkehrsminister in Gera unter Gastgeber Steffen Schütz (BSW) ist der Durchbruch bei den Simson-Reimporten gelungen. Das Bundesverkehrsministerium hat klargestellt, dass die Bestandsschutzregelung des Einigungsvertrags auch für reimportierte DDR-Kleinkrafträder gelten kann. Damit können auch Reimporte künftig mit bis zu 60 km/h gefahren werden, sofern sie die rechtlichen und technischen Voraussetzungen erfüllen. Thüringen hatte gemeinsam mit anderen ostdeutschen Ländern auf eine solche einheitliche Regelung gedrängt.
Dazu erklärt Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag: „Das BSW liefert eine vernünftige und praktische Lösung für die Simson-Fahrer. Es war nicht nachvollziehbar, warum technisch vergleichbare Fahrzeuge aus demselben Werk unterschiedlich behandelt werden, nur weil einige von ihnen einst exportiert wurden. Diese Ungleichbehandlung wird nun endlich beendet.“
Kobelt weiter: „Der Durchbruch in Gera zeigt zugleich, was möglich ist, wenn die ostdeutschen Länder ihre Kräfte bündeln und ihre Interessen gemeinsam gegenüber dem Bund vertreten. Diesen Weg sollten wir auch bei anderen anderen Themen konsequent weitergehen.“