70 Jahre Haflingerzucht in Meura

Archiv
, 7. August 2026

Dr. Frank Augsten: „In Meura befindet sich nicht nur Europas größte Haflinger- und Edelbluthaflingerzucht – vielmehr genießt das Gestüt auch weit über die Grenzen Thüringens hinaus einen ausgezeichneten Ruf als touristisches Highlight mit einem vielfältigen Angebot.“

Das Haflinger Gestüt Meura wurde in den 1960er-Jahren von Dr. Siegfried Sendig gegründet. Nach bewegten Zeiten mit politischen Umbrüchen und wirtschaftlichen Herausforderungen – vor allem nach dem schwierigen Übergang in die Privatwirtschaft nach der deutschen Wiedervereinigung – steht das Unternehmen heute für ausgezeichnete Zuchtarbeit bei Haflingern und Edelbluthaflingern. Dies ist insbesondere Anke Sendig zu verdanken, der Tochter von Siegfried Sendig, die das Gestüt Ende der 1990er-Jahre übernahm und es für die neuen Herausforderungen gut aufstellte.

„Der wirtschaftliche Erfolg des Haflingergestüts Meura hängt sicher auch mit der breiten Palette der Angebote zusammen“, erklärt der agrarpolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Frank Augsten. „Mit Tourismus, verschiedenen Reitangeboten, Stutenmilchproduktion und -verarbeitung ist das Unternehmen sehr breit aufgestellt und bietet ein Komplettangebot für die gesamte Familie.“

Hervorzuheben ist die europaweit anerkannte hervorragende Zuchtarbeit mit den beiden Pferderassen. Aus diesem Grund hat sich das Gestüt auch an der Ausschreibung im Zuge der Auflösung der Edelbluthaflingerzucht in Jena-Dornburg beteiligt.

„Aktuell läuft die Auswertung der Angebote der Ausschreibung”, so Augsten weiter. „Ich hoffe sehr, dass die züchterische Eignung des neuen Besitzers mehr zählt als das finanziell höchste Angebot. Meura wäre genau der richtige Ort für die Fortführung der Dornburger Zucht. Ich bin zuversichtlich, dass das im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum genauso gesehen wird.“

„Im Namen der Thüringer BSW-Landtagsfraktion werde ich am 9. August die herzlichen Glückwünsche persönlich in Meura zur öffentlichen Gestütsschau überbringen”, so Augsten abschließend.

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