Windkraft: lokale Entscheidungen statt pauschaler Flächenziele

Archiv
, 7. Oktober 2025

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten fordern eine Abkehr von den pauschalen Flächenzielen für den Windkraftausbau. Ein klarer Erfolg für das BSW! „Wir setzen uns in den Landtagen Brandenburgs, Sachsens, Thüringens sowie dem Berliner Abgeordnetenhaus längst für den Übergang zu einer vernünftigen, technologieoffenen Energiepolitik ein“, sagte Frank Augsten, Fraktionsvorsitzender der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag. „Wir wollen den Ausbau erneuerbarer Energien mit Maß und mehr Beteiligung der Regionen voranzubringen.“

Roberto Kobelt, energiepolitischer Sprecher der BSW-Fraktion in Thüringen ergänzte: „Unser BSW-Energieminister, Tilo Kummer, hat bereits im Juli einen Antrag im Bundesrat eingebracht, um eine Abkehr von den Flächenzielen zu bewirken. Wir wollen die pauschalen Windkraftflächenziele durch bedarfsorientierte Leistungsziele ersetzen, damit vor Ort entschieden werden kann, welche Technologien jeweils am besten geeignet sind, um unsere Energieziele transparent und bürgerfreundlich zu erreichen.“

„Es darf keinen Windrad-Wildwuchs geben, denn das zerstört die Akzeptanz für die Energiewende“, ist Jenny Meyer, energiepolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag, überzeugt. „Demokratische Energiewende bedeutet Steuerung des Windkraftausbaus durch die Regionalpläne und nicht durch zentralistische Beschleunigungsgesetze aus Berlin, die von der Windlobby knallhart ausgenutzt werden.“

Ralf Böhme, energiepolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im sächsischen Landtag, betonte: „Die Flächenziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien sind durch Ertragsziele zu ersetzen. Diese müssen sich klar an der Wirtschaftlichkeit – also am Strompreis für Verbraucher und Unternehmen – und an der Versorgungssicherheit orientieren. Vor einem weiteren Ausbau sind die erheblichen Defizite in Netz- und Speicherkapazität auszugleichen.“

„Die ganze Absurdität des Wind-an-Land-Gesetzes wird in einem Stadtstaat wie Berlin besonders gut sichtbar. Darauf weist das BSW in Berlin seit anderthalb Jahren hin“, ergänzte Alexander King, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Und weiter: „Die Auseinandersetzungen um mögliche Windkraftflächen, die alle mit anderen Nutzungen, von Naherholung bis Landschaftsschutz, belegt sind, zeigen, dass wir damit richtig liegen. Es ist schlicht nicht möglich, in einem Stadtstaat ohne größere Konflikte Windkraftflächen auszuweisen. Den Regierenden Bürgermeister fordere ich deshalb auf, beim Bundeskanzler seiner Partei sehr energisch vorzusprechen und einen Ausweg aus diesem typischen Ampel-Gesetz zu finden.“

Die BSW-Abgeordneten aus den Landtagen Brandenburgs, Sachsens, Thüringens sowie dem Berliner Abgeordnetenhaus fordern die Bundesregierung auf, dem dringenden Anliegen des BSW, der ostdeutschen Ministerpräsidenten und zahlreicher Bürger, endlich Rechnung zu tragen und den Weg für eine Abkehr von den Flächenzielen freizumachen. Wir fordern die CDU-geführte Bundesregierung auf, die BSW-Initiative und den Beschluss der ostdeutschen Ministerpräsidenten umzusetzen.

Auch interessant

25 Jan.

Kein Verbot von Social Media für Jugendliche

Archiv – Junge Menschen müssen besser vor Gefahren wie Cybermobbing, Suchtverhalten oder der stark kommerziellen Ausrichtung sozialer Medien geschützt werden können. Das BSW teilt die grundsätzliche Sorge über die negativen Auswirkungen einer unregulierten Nutzung sozialer Plattformen auf junge Menschen. Gleichzeitig spricht sich die Partei jedoch klar gegen pauschale Verbote aus, wie sie etwa in Australien für alle…

23 Jan.

Pflegeheim-Kosten auf Rekordniveau - Pflege muss zur Chefsache werden

Archiv – Für einen Platz im Pflegeheim sind nach neuesten Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) durchschnittlich monatlich 3.005 Euro Eigenanteil zu zahlen. Die Höhe der Zuzahlungen, die die Pflegebedürftigen aufbringen müssen, erreicht damit einen Rekordwert. Seit Jahren kennt die Kostenentwicklung für die Pflegeheimbewohner nur eine Richtung: steil nach oben. Ein Blick in den Rentenatlas 2025 zeigt,…

22 Jan.

Automobilmesse Erfurt - Automobilindustrie braucht Planungssicherheit

Archiv – Die Automobilmesse Erfurt ist als größte Automobilmesse in Mitteldeutschland ein zentraler Treffpunkt für Hersteller, Zulieferer und Ausbildungsbetriebe und unterstreicht die Bedeutung der Branche für Thüringen als Industriestandort. „Die Automobilmesse zeigt, welche Innovationskraft in dieser für Thüringen herausragend wichtigen Branche steckt“, sagt Matthias Herzog, wirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, anlässlich der Eröffnung der Automobilmesse Erfurt 2026.…

20 Jan.

Wer Blut spendet, übernimmt Verantwortung für die Gesellschaft

Archiv – In Thüringen besteht derzeit ein dringender Bedarf an Blutspenden. Täglich werden etwa 350 Blutkonserven gebraucht. Die Lager sind aber fast leer und viele Krankenhäuser sind auf Blutspenden von freiwilligen Spendern angewiesen, um Notfälle, Operationen und die Versorgung von Patienten abzusichern. Eine einzige Blutspende kann bis zu drei Menschen helfen. Die aktuelle Erkältungswelle und das Winterwetter…

  • 25 Jan. Kein Verbot von Social Media für Jugendliche

    Archiv Junge Menschen müssen besser vor Gefahren wie Cybermobbing, Suchtverhalten oder der stark kommerziellen Ausrichtung sozialer Medien geschützt werden können. Das BSW teilt die grundsätzliche Sorge über die negativen Auswirkungen einer unregulierten Nutzung sozialer Plattformen auf junge Menschen. Gleichzeitig spricht sich die Partei jedoch klar gegen pauschale Verbote aus, wie sie etwa in Australien für alle…

  • 23 Jan. Pflegeheim-Kosten auf Rekordniveau - Pflege muss zur Chefsache werden

    Archiv Für einen Platz im Pflegeheim sind nach neuesten Zahlen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) durchschnittlich monatlich 3.005 Euro Eigenanteil zu zahlen. Die Höhe der Zuzahlungen, die die Pflegebedürftigen aufbringen müssen, erreicht damit einen Rekordwert. Seit Jahren kennt die Kostenentwicklung für die Pflegeheimbewohner nur eine Richtung: steil nach oben. Ein Blick in den Rentenatlas 2025 zeigt,…

  • 22 Jan. Automobilmesse Erfurt - Automobilindustrie braucht Planungssicherheit

    Archiv Die Automobilmesse Erfurt ist als größte Automobilmesse in Mitteldeutschland ein zentraler Treffpunkt für Hersteller, Zulieferer und Ausbildungsbetriebe und unterstreicht die Bedeutung der Branche für Thüringen als Industriestandort. „Die Automobilmesse zeigt, welche Innovationskraft in dieser für Thüringen herausragend wichtigen Branche steckt“, sagt Matthias Herzog, wirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, anlässlich der Eröffnung der Automobilmesse Erfurt 2026.…

  • 20 Jan. Wer Blut spendet, übernimmt Verantwortung für die Gesellschaft

    Archiv In Thüringen besteht derzeit ein dringender Bedarf an Blutspenden. Täglich werden etwa 350 Blutkonserven gebraucht. Die Lager sind aber fast leer und viele Krankenhäuser sind auf Blutspenden von freiwilligen Spendern angewiesen, um Notfälle, Operationen und die Versorgung von Patienten abzusichern. Eine einzige Blutspende kann bis zu drei Menschen helfen. Die aktuelle Erkältungswelle und das Winterwetter…