Sondersitzung der Koalitionsfraktionen im Biosphärenreservat Rhön: Praxis und Kommunen stärker einbinden

Pressemitteilungen
, 16. April 2026

Die Koalitionsfraktionen sind am heutigen Tag zu einer Sondersitzung im Biosphärenreservat Rhön zusammen gekommen. Ziel ist es, sich ein umfassendes Bild von den Auswirkungen der novellierten Biosphärenreservatsverordnung zu verschaffen und den begonnenen Dialog mit Kommunen und Praxis fortzuführen. Umweltminister Tilo Kummer ist ebenfalls vor Ort und informiert von Seiten des Ministeriums für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten.

Im Mittelpunkt der Sondersitzung steht der Austausch mit landwirtschaftlichen Betrieben sowie Vertretern der Städte und Gemeinden. Bei einem Vor-Ort-Termin in Agrarbetrieben werden konkrete Auswirkungen der Verordnung auf die landwirtschaftliche Praxis beleuchtet. Im anschließenden Gespräch mit kommunalen Vertretern sollen insbesondere Fragen der Planungshoheit, der regionalen Entwicklung sowie bestehende Herausforderungen thematisiert werden.

Die Sitzung knüpft an bereits geführte Gespräche in der Region an. Dabei wurden unter anderem Probleme bei der praktischen Umsetzung einzelner Regelungen – etwa bei Düngungsvorgaben auf Grünlandflächen – deutlich. Erste Rückmeldungen aus der Praxis konnten bereits aufgenommen werden.

Zugleich zeigt sich, dass weiterer Anpassungsbedarf besteht. „Es reicht nicht, Regelungen zu erlassen – sie müssen auch praktikabel sein“, erklärt Frank Augsten. „Deshalb ist es richtig, jetzt gezielt nachzusteuern und die Erfahrungen vor Ort ernst zu nehmen.“

Auch die Grundlage der Bewirtschaftung spielt eine zentrale Rolle. Die Sicherung einer stabilen Grünlandnutzung – etwa durch Mahd und Beweidung – ist entscheidend für den Erhalt der Kulturlandschaft Rhön. Gleichzeitig wird deutlich, dass Förderinstrumente wie KULAP und ergänzende Programme eine wichtige Rolle spielen, um diese Bewirtschaftung langfristig abzusichern.

Hintergrund der Diskussion ist die seit Oktober 2024 geltende neue Verordnung, die unter anderem mit einer Ausweitung der Schutz- und Pflegezonen verbunden ist. Diese war Voraussetzung für die erfolgreiche Verteidigung des UNESCO-Status des Biosphärenreservats, hat aber zugleich vor Ort zu erheblichen Diskussionen geführt.

„Naturschutz kann nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort funktionieren“, erläutert Frank Augsten, „Wir brauchen Lösungen, die ökologische Ziele sichern und gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage der Region erhalten.“ Die Ergebnisse der Gespräche werden in die weiteren politischen Beratungen einfließen.

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