Eröffnung der BIOFACH-Messe in Nürnberg
,Vom 10. bis 13. Februar trifft sich die internationale Bio-Branche auf der BIOFACH in Nürnberg. Thüringen ist mit acht Unternehmen vertreten. Anlässlich der Messe weist die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag darauf hin, dass der Freistaat trotz wachsender Nachfrage bislang zu wenig von der positiven Marktentwicklung im Bereich regional erzeugter Bio-Produkte profitiert.
Dazu erklärt der landwirtschaftspolitische Sprecher der BSW-Fraktion, Frank Augsten:
„Auch wenn die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Thüringen ständig zunimmt, nimmt der Freistaat im deutschlandweiten Vergleich weiterhin einen der letzten Plätze ein. Hier geht Wertschöpfung für die Thüringer Landwirtschaft verloren, denn die meisten der hier konsumierten Bioprodukte müssen importiert werden.“
Der kürzlich erschienene Biomarktbericht des Landes macht deutlich, dass es vor allem an regionalen Verarbeitungsstrukturen wie Molkereien, Schlacht- und Zerlegekapazitäten oder Mühlen fehlt. Viele Bio-Rohwaren wie Getreide und Schlachttiere verlassen Thüringen, um in anderen Bundesländern weiterverarbeitet zu werden. Dadurch bleibt der wirtschaftliche Nutzen nicht im Land.
Frank Augsten abschließend:
„Wir werden die nötigen Verarbeitungs- und Lieferstrukturen nicht von heute auf morgen aufbauen können. Deshalb ist die Verarbeitung unserer regionalen Bio-Rohstoffe in Großküchen und Mensen ein wichtiger Schritt für mehr Biofläche im Freistaat.“