Zalando sollte die erhaltenen Fördergelder zurückzahlen

Archiv
, 14. Januar 2026

Im Rahmen der heutigen Fraktionssitzung hat die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag intensiv über die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der angekündigten Schließung des Zalando-Logistikzentrums in Erfurt beraten und deutlich gemacht, dass ein solch skandalöses Verhalten von Unternehmen künftig verhindert werden muss.

„Die Unterstützung der betroffenen Zalando-Beschäftigten mit allen zur Verfügung stehenden politischen Mitteln ist jetzt eine der wichtigsten Aufgaben der Landespolitik“, sagte Anke Wirsing, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion. „Wir werden uns im Landtag auf mehreren Ebenen mit diesem Thema befassen. Für das Februar-Plenum haben wir eine Aktuelle Stunde zum angekündigten Zalando-Aus und seinen Folgen beantragt. Zudem wollen wir das Thema in den kommenden Sitzungen der entsprechenden Ausschüsse beraten.“

Der Aufbau des Erfurter Logistikzentrums von Zalando im Jahr 2014 wurde mit über 22 Millionen Euro aus Landesmitteln des Freistaats Thüringen subventioniert.

Matthias Herzog, wirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion, erklärt: „Aus unserer Sicht wäre es angesichts eines Nettogewinns von über 250 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024 nur angemessen, wenn der DAX-Konzern die erhaltenen Fördermittel zurückzahlen würde. Damit könnte er einen zusätzlichen Beitrag zur sozialen Absicherung der Beschäftigten leisten.“

Maßstab künftiger Wirtschaftsförderung sollte die langfristige Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sein, damit sich der Fall Zalando nicht wiederholt.

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