Zalando-Schließung in Erfurt ist ein Skandal

Archiv
, 7. Januar 2026

Die Ankündigung von Zalando, den Logistikstandort in Erfurt Ende September 2026 zu schließen, ist ein harter Schlag für die 2.700 Beschäftigten und ihre Familien. Der Dax-Konzern trifft keine Entscheidung aufgrund wirtschaftlicher Not, sondern auf Grundlage strategischer Erwägungen.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Thüringer BSW-Fraktion, Matthias Herzog, kritisiert die Entscheidung scharf: „Der Standort Erfurt ist im Jahr 2012 mit Millionen-Subventionen eröffnet worden. Jetzt werden die Beschäftigten und ihre Familien - ohne jede Vorwarnung - im Regen stehen gelassen. Das ist ein Skandal! Wir werden uns als BSW-Fraktion dafür einsetzen, dass diese Entscheidung zurückgenommen wird und der Konzern seine Verantwortung für die 2.700 Beschäftigten und die Region wahrnimmt.“

„Wer wie Zalando schwarze Zahlen schreibt, mit ca. 500 Millionen Euro Vorsteuergewinn plant und gleichzeitig Standorte schließt, handelt aus reiner Profitgier“, betont Anke Wirsing. Die Sprecherin für Arbeit und Soziales stellt sich klar an die Seite der Beschäftigten: „Die überwiegend migrantischen Angestellten in Erfurt haben mit harter Arbeit bei niedrigen Löhnen maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Dass sie nun die Rechnung zahlen sollen, ist nicht hinnehmbar. Sollte die Schließung nicht zurückgenommen werden, ist es das Mindeste, dass für die Mitarbeiter schnellstmöglich neue, tariflich abgesicherte Arbeitsverhältnisse vor Ort geschaffen werden.“

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