Rückgang der Gesamtkriminalität - Herausforderungen bleiben

Pressemitteilungen
, 8. April 2026

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) 2025 für Thüringen zeigt auf den ersten Blick eine positive Entwicklung: Die Zahl der erfassten Straftaten ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 Prozent auf 145.167 Fälle gesunken. Gleichzeitig ist die Aufklärungsquote leicht auf 61,2 Prozent gestiegen und bleibt damit auf einem stabilen Niveau.

Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Sven Küntzel: „Der Rückgang der Gesamtkriminalität ist eine gute Nachricht. Die stabile und leicht gestiegene Aufklärungsquote zeigt, dass die Thüringer Polizei engagiert und professionell arbeitet.“

Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Fallzahlen bei klassischen Delikten, wie Diebstähle, Sachbeschädigungen und Wohnungseinbruch, zurückzuführen. Gleichzeitig zeigt die Statistik aber klare Herausforderungen: Die Gewaltkriminalität ist insgesamt gestiegen, ebenso die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Gerade diese Delikte treffen die Menschen besonders und dürfen nicht relativiert werden. Auch die Kriminalität im digitalen Raum bleibt ein zentrales Thema.

Betäubungsmittelkriminalität richtig einordnen

Zur Entwicklung der Betäubungsmittelkriminalität erläutert Küntzel: „Drogenkriminalität ist ein klassisches Kontrolldelikt. Die Fallzahlen in der Polizeilichen Kriminalstatistik hängen also maßgeblich davon ab, wie intensiv kontrolliert wird. Deshalb lassen sich aus sinkenden Fallzahlen allein keine direkten Rückschlüsse auf den tatsächlichen Konsum ziehen. Ergänzende Daten – etwa Abwasseranalysen der Europäischen Drogenagentur – zeigen, dass sich Konsummuster unabhängig davon entwickeln und teilweise sogar ansteigen Die rückläufigen Zahlen in diesem Bereich sind deshalb mit Vorsicht zu bewerten.“

Hier kommt der Prävention eine zentrale Rolle zu: “Prävention ist ein entscheidender Schlüssel – gerade bei Gewalt, bei Jugendlichen und im Bereich Drogen. Hier müssen wir deutlich stärker investieren und vorhandene Strukturen ausbauen“, betont Küntzel.

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