Deutschlandticket schafft Planungssicherheit für Fahrgäste und Verkehrsunternehmen

Archiv
, 19. September 2025

Die Bundesländer haben sich gestern in München in einer Sonder-Verkehrsministerkonferenz einstimmig darauf verständigt, dass der Ticketpreis des Deutschlandtickets im kommenden Jahr auf 63 Euro angepasst werden muss. Bund und Länder beteiligen sich jährlich mit jeweils 1,5 Milliarden Euro. Ab 2027 soll eine indexbasierte Preisfortschreibung auf Grundlage der tatsächlichen Kostenentwicklung erfolgen.

“Ich bin froh, dass wir durch Verhandlungen das Deutschlandticket weiterführen können und Planungssicherheit für die Fahrgäste, Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger haben. Die Preiserhöhung von 5 Euro ist ein Wermutstropfen, ermöglicht aber den Fortbestand des erfolgreichen Tickets. Eine Gefährdung des Deutschlandtickets wäre ein politischer Offenbarungseid gewesen”, so Thüringens Infrastrukturminister Steffen Schütz.

“Die BSW-Fraktion Thüringen begrüßt diesen wichtigen Schritt und setzt sich dafür ein, dass die einfache Nutzergestaltung erhalten bleibt, zukünftig mehr Busse und Züge pünktlich verkehren und auch der ländliche Raum durch Rufbusse und Bürgerbusse angebunden wird. Mittelfristig ist es wichtig, dass gerade bei jährlichen Preissteigerungen eine Sozialkomponente für Kinder, Jugendliche und Menschen mit geringem Einkommen diskutiert wird”, ergänzt der verkehrspolitische Sprecher Roberto Kobelt.

Durch einen neuen Verteilungsschlüssel, der auch Personal- und Energiekosten berücksichtigt, soll eine Preisstabilität gesichert werden. Ein nötiges Verschlanken von Verwaltung und eine bessere Verkehrsorganisation, Investitionen in den ÖPNV und dessen Infrastruktur muss nun die Aufgabe des Bundes sein, um weitere Verteuerungen zu vermeiden und das Angebot zu verbessern. “Wir fordern den Bund auf, zukünftige Preissteigerungen zu übernehmen, weil es sich um ein Bundesgesetz handelt, und sich schwerpunktmäßig für den ÖPNV einzusetzen und nicht den größten Teil des Sondervermögens in Rüstungsausgaben zu stecken”, so Kobelt.

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