Besetzung der Universität Weimar erfordert schnelles Handeln der Uni-Leitung

Archiv
, 3. Juli 2025

Junge Menschen haben jedes Recht und sogar die Pflicht, laut zu sein, ihren Überzeugungen eine Stimme zu geben und den Status quo herauszufordern.

Ebenso gilt aber: „Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.“  Die Bauhaus-Universität ist ein Ort der Kreativität, Forschung und Bildung. Wer sie besetzt, ist kein Visionär, sondern spricht zunächst erst einmal Studierenden und Lehrenden den Schaffensort ab. Er belastet seine Meinungskundgabe mit der bewussten Missachtung unserer Rechtsordnung und stellt sein individuelles Protestrecht rücksichtslos über die Freiheit der Lehre und das Recht auf Lernen.

Genau daran muss sich die Universitätsleitung messen lassen. Ihr obliegt es, das Funktionieren der Universität als Bildungsstätte zu gewährleisten. An sie geht die Erwartung, die Hochschule als Haus für alle zu führen – und nicht einem Aktionszentrum für politischen Aktivismus preiszugeben. Jeder Tag der Besetzung ist ein Tag, an dem Pluralismus und Unabhängigkeit auf der Strecke bleiben.

Dirk Hoffmeister, bildungs- und wissenschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag:„Wir verstehen den Wunsch der Studierenden, ihre politischen Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen. Doch die Besetzung von Hochschulgebäuden überschreitet die Grenzen legitimen Protests, missachtet das Hausrecht und schadet dem eigentlichen Zweck einer Universität – der freien Bildung und dem wissenschaftlichen Diskurs. Dies gilt gleichermaßen für die angekündigten, weiteren Störungen des Lebensalltags. Andere für die eigenen politischen Forderungen in Geiselhaft zu nehmen, ist nicht ok.“

Sven Küntzel, innenpolitischer Sprecher: „Wir rufen die Protestierenden auf, die Räume freizugeben! Keine Zerstörungen an diesem Lernort! Bringen Sie Ihre Anliegen auf friedliche, kreative und demokratische Weise vor – aber respektieren Sie die Universität als das, was sie sein muss: Ein Ort für alle!“

Universitäten sind Orte der Aufklärung, nicht der Konfrontation. Wer wirklich etwas verändern will, muss mit Argumenten überzeugen, nicht mit Besetzungen blockieren. Unsere Studierenden haben ein Recht auf Bildung in Freiheit – ohne ideologische Bevormundung oder politische Instrumentalisierung.“

Auch interessant

22 Apr.

Pistorius macht Deutschland nicht sicherer, sondern zur Zielscheibe

Archiv – Die heute von Verteidigungsminister Pistorius vorgestellte Militärstrategie markiert für die BSW-Fraktion einen historischen und brandgefährlichen Bruch mit der bisherigen deutschen Zurückhaltung. Das erklärte Ziel, Deutschland zur „stärksten konventionellen Armee in Europa“ zu machen, ist nichts anderes als eine offene Absage an das europäische Gleichgewicht und eine Rückkehr zur Großmacht-Rhetorik vergangener Tage. Durch die explizite Einstufung…

22 Apr.

Nein zum Rentenkahlschlag von Merz!

Archiv – Laut Bundeskanzler Friedrich Merz soll die gesetzliche Rente künftig bloß noch eine Basissicherung sein. Wer mehr will als das nackte Überleben, soll privat vorsorgen. „Was da angekündigt wurde, ist nicht weniger als der komplette Ausverkauf der staatlichen Altersvorsorge“, sagte die sozialpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Anke Wirsing. „Zynischer geht es nicht! Gerade in…

20 Apr.

Polikliniken 2.0 sind die Lösung für den Erhalt flächendeckender Versorgungsstrukturen

Archiv – Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert vor dem Hintergrund der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur Weiterentwicklung der Akutpraxen, diese konsequent zur Umsetzung des Konzepts der „Poliklinik 2.0” zu nutzen. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Stefan Wogawa: „Die hohe Nachfrage zeigt: Wir brauchen neue Versorgungsstrukturen. Die Akutpraxen sind…

17 Apr.

Verlängerung der Online-Beteiligung für den Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie“

Archiv – Die Frist zur Online-Beteiligung für den Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie“ wird verlängert. Bürger haben nun bis zum 8. Juni 2026 die Möglichkeit, ihre Themen, Fragen und Perspektiven einzubringen. Dazu erklärt Nina Behrendt, Sprecherin für Digitales und Bürgerbeteiligung der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag: „Mit der Verlängerung der Frist wird genau das gefördert, worauf es jetzt…

  • 22 Apr. Pistorius macht Deutschland nicht sicherer, sondern zur Zielscheibe

    Archiv Die heute von Verteidigungsminister Pistorius vorgestellte Militärstrategie markiert für die BSW-Fraktion einen historischen und brandgefährlichen Bruch mit der bisherigen deutschen Zurückhaltung. Das erklärte Ziel, Deutschland zur „stärksten konventionellen Armee in Europa“ zu machen, ist nichts anderes als eine offene Absage an das europäische Gleichgewicht und eine Rückkehr zur Großmacht-Rhetorik vergangener Tage. Durch die explizite Einstufung…

  • 22 Apr. Nein zum Rentenkahlschlag von Merz!

    Archiv Laut Bundeskanzler Friedrich Merz soll die gesetzliche Rente künftig bloß noch eine Basissicherung sein. Wer mehr will als das nackte Überleben, soll privat vorsorgen. „Was da angekündigt wurde, ist nicht weniger als der komplette Ausverkauf der staatlichen Altersvorsorge“, sagte die sozialpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Anke Wirsing. „Zynischer geht es nicht! Gerade in…

  • 20 Apr. Polikliniken 2.0 sind die Lösung für den Erhalt flächendeckender Versorgungsstrukturen

    Archiv Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert vor dem Hintergrund der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur Weiterentwicklung der Akutpraxen, diese konsequent zur Umsetzung des Konzepts der „Poliklinik 2.0” zu nutzen. Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Stefan Wogawa: „Die hohe Nachfrage zeigt: Wir brauchen neue Versorgungsstrukturen. Die Akutpraxen sind…

  • 17 Apr. Verlängerung der Online-Beteiligung für den Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie“

    Archiv Die Frist zur Online-Beteiligung für den Thüringer Bürgerrat „Frieden und Diplomatie“ wird verlängert. Bürger haben nun bis zum 8. Juni 2026 die Möglichkeit, ihre Themen, Fragen und Perspektiven einzubringen. Dazu erklärt Nina Behrendt, Sprecherin für Digitales und Bürgerbeteiligung der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag: „Mit der Verlängerung der Frist wird genau das gefördert, worauf es jetzt…