BSW-Fachgespräch: Gesundheitsberufe stärken, Versorgung sichern!
,Am Freitag haben sich die BSW-Abgeordneten Matthias Herzog, wirtschaftspolitischer Sprecher, und Stefan Wogawa, gesundheitspolitischer Sprecher, mit Vertreterinnen und Vertretern der Heilmittel-Sparte getroffen, um über deren alltägliche Herausforderungen und politische Lösungen zu sprechen. „Wir wollen unsere Politik nicht hinter verschlossenen Türen entwickeln, sondern im Dialog mit jenen, die es betrifft“, sagte Herzog. „Beim Fachgespräch war deutlich zu spüren, wie wichtig es ist, die alltäglichen Schwierigkeiten in den Gesundheitsberufen auf politischer Ebene überhaupt sichtbar zu machen.“
Weiter sagte Herzog: „Vergangenes Jahr haben wir die Meisterausbildung im Handwerk weitgehend kostenfrei gestellt, um die Betriebe bei der Fachkräftegewinnung und der Nachfolgersuche zu unterstützen. Die Erfahrungen zeigen, dass dieser Ansatz einen wichtigen Beitrag leistet zur Stärkung beruflicher Perspektiven und zur Sicherung von Versorgung. Deshalb beschäftigen wir uns in der BSW-Fraktion mit der Frage, wie dieses erfolgreiche Modell sinnvoll weiterentwickelt werden kann – und nehmen dabei die Gesundheitsberufe in den Blick.“
„In Bereichen wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie klaffen erhebliche Versorgungslücken – vor allem im ländlichen Raum. Therapeuten ächzen unter der bürokratischen Last, Patienten warten viele Monate auf dringend notwendige Behandlungen, spezifische Förderangebote, etwa für Praxisübernahmen und -gründungen fehlen“, ergänzte Wogawa. „Wir haben uns im Fachgespräch deshalb intensiv mit Lösungsansätzen beschäftigt. Jetzt gilt es, politische Schlussfolgerungen zu ziehen und parlamentarische Initiativen auf den Weg zu bringen.“
Zu den wichtigsten Themenfelder, über die beim Fachgespräch diskutiert wurde, zählen bürokratische Überlastung, Aus- und Weiterbildungskosten, Einkommenssituation und berufliche Perspektiven, Lücken in der Förderkulisse, Digitalisierung und Fachkräftemangel. „Wir sind den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Beiträge sehr dankbar und nehmen viele konkrete Ideen mit, an denen wir nun im Landtag weiterarbeiten werden. Wir bleiben dran und werden uns weiter dafür einsetzen, die Rahmenbedingungen für Therapeutinnen und Therapeuten – und damit auch die Patientinnen und Patienten – zu verbessern“, so Wogawa abschließend