Thüringen braucht den Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung
,„Die Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) ist eine der wichtigsten Schienenverkehrsachsen für Thüringen. Die Elektrifizierung der Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz sowie ihr teilweise zweigleisiger Ausbau müssen endlich zeitnah starten“, fordert der verkehrspolitische Sprecher der BSW-Landtagsfraktion, Roberto Kobelt, und ergänzt: „Wir als BSW-Fraktion setzen uns mit Nachdruck für den Ausbau der MDV ein und haben den parlamentarischen Antrag zur Verbesserung der schienenverkehrlichen Anbindung Ostthüringens auf den Weg gebracht.“
Das Projekt ist im vordringlichen Bedarf des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege enthalten. Dennoch verzögert sich die Realisierung des Bauvorhabens immer wieder, weil die Finanzierung seitens des Bundes nicht sichergestellt wird.
„Noch im vergangenen Dezember hat Bundeskanzler Friedrich Merz hier in Thüringen die überregionale Bedeutung der Strecke betont und zugesagt, eine Lösung für die Finanzierung zu finden. Nun heißt es aus dem Bundesverkehrsministerium jedoch erneut, dass derzeit keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Für große Verkehrsinfrastrukturprojekte im Westen, wie Stuttgart 21, trotz massiver Kostensteigerungen, sowie für Aufrüstung ist Geld vorhanden. In Thüringen und Sachsen wird dagegen trotz politischer Zusagen gespart“, erläutert Kobelt und fordert weiter: „Der Bund muss zu seiner Zusage stehen und die erforderlichen Mittel für den Ausbau der MDV endlich zur Verfügung stellen. Die Thüringer brauchen auf der stark ausgelasteten Strecke Gera–Jena–Weimar Verbesserungen sowie eine durchgängige Elektrifizierung von Gera bis ins Ruhrgebiet. Außerdem ist die Elektrifizierung der Bahnstrecke eine kostengünstige Maßnahme im Sinne der Energiewende – weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien.“