Neue Struktur für die Arbeit der Enquetekommission zur SARS-CoV-2-Pandemie: Expertise der sachverständigen Mitglieder künftig stärker in Arbeitsgruppen gefragt
,Die Enquetekommission zur Aufarbeitung der SARS-CoV-2-Pandemie des Thüringer Landtags hat beschlossen, ihre weitere Arbeit künftig stärker über thematische Arbeitsgruppen zu strukturieren. Grundlage dafür ist ein gemeinsamer Antrag der Koalitionsfraktionen von CDU, BSW und SPD, der in Zusammenarbeit mit dem sachverständigen Mitglied der SPD-Fraktion, dem Sozialpsychologen und Hochschullehrer an der Universität Erfurt, Prof. Dr. Tilmann Betsch, erarbeitet wurde.
Ziel der neuen Struktur ist es, Informationen systematisch aufzubereiten und die unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen innerhalb der Kommission gezielt zu nutzen. Künftig sollen die Arbeitsgruppen untersuchen, warum bestimmte Probleme während der Pandemie entstanden sind und welche Auswirkungen sie hatten. Auf dieser Grundlage sollen anschließend Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für zukünftige Krisensituationen entwickelt werden.Dazu erklären die Obleute von CDU, BSW und SPD:
Martina Schweinsburg, CDU-Fraktion:
„Durch die verschiedenen Expertisen innerhalb der Enquetekommission war es immer eine Herausforderung, das Wissen zu bündeln, um später Schlussfolgerungen für Handlungsempfehlungen zu ziehen. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit dem nun beschlossenen Fahrplan unsere Arbeit deutlich zielgerichteter fortsetzen können.“
Matthias Herzog, BSW-Fraktion:
„Mit unserem Koalitionsantrag haben wir der Kommissionsarbeit nun endlich eine klare Struktur gegeben. So können wir Schritt für Schritt herausarbeiten, was wir aus der Pandemie lernen müssen, damit wir auf zukünftige Krisen besser vorbereitet sind.“
Dr. Cornelia Urban, SPD-Fraktion:
„In den Arbeitsgruppen können nun endlich zielführend Informationen sortiert und strukturiert von Fachleuten bewertet werden. Die Vielfalt der Kompetenzen der Mitglieder der Enquetekommission kann so effektiv genutzt werden.“
Prof. Dr. Tilmann Betsch, Sozialpsychologe Universität Erfurt und sachverständiges Mitglied der SPD-Fraktion in der Kommission:
„Diese Veränderung der Informationssuche in der Enquete führt uns vom willkürlichen Bottom-up zum systematischen Top-down – weg von unstrukturierten Datensammlungen hin zu einer systematischen, zielorientierten Befassung.“