Holzbau bietet enorme Chancen für Thüringen – ökologisch, wirtschaftlich und handwerklich
,Anlässlich der Übergabe eines Förderbescheids für das neue Kompetenzzentrum Holzbau und nachwachsende Rohstoffe (KHoR) in Suhl hat der agrar- und umweltpolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Frank Augsten, die Bedeutung des Projekts für Thüringen hervorgehoben.
Gemeinsam mit Ministerpräsident Mario Voigt, Umweltminister Tilo Kummer und Infrastrukturminister Steffen Schütz wird heute der offizielle Start des Kompetenzzentrums in Suhl begleitet. Der Freistaat unterstützt den Aufbau des Zentrums in den kommenden zwei Jahren mit insgesamt 10 Millionen Euro.
Dr. Frank Augsten erklärt dazu: „Der Holzbau bietet enorme Chancen für Thüringen – ökologisch, wirtschaftlich und handwerklich. Mit dem Kompetenzzentrum entsteht ein wichtiger Ort, an dem Forschung, Praxis und regionale Unternehmen zusammengebracht werden. Gerade für den ländlichen Raum kann dies neue Impulse für Beschäftigung, Innovation und regionale Wertschöpfung schaffen.“
Besonders wichtig sei dabei, dass Thüringer Ressourcen und Unternehmen stärker eingebunden werden. Holz als regional verfügbarer und nachwachsender Rohstoff könne einen wichtigen Beitrag zu klimaangepasstem und ressourcenschonendem Bauen leisten.
„Wer nachhaltiges Bauen ernst meint, muss regionale Kreisläufe stärken und heimische Rohstoffe intelligent nutzen. Thüringen verfügt über große Waldflächen, leistungsfähige Handwerksbetriebe und innovative Forschungseinrichtungen. Dieses Potenzial gilt es besser zu vernetzen. Besonders wichtig ist dabei die Ergänzung des Holzes durch nachwachsende Rohstoffe wie Schafwolle, Hanf und Flachs, die insbesondere zur Dämmung und im Innenausbau eingesetzt werden können. Damit wird die einheimische Landwirtschaft zum Bestandteil und Profiteur der Wertschöpfungskette.“
Zugleich betonte Augsten, dass die Förderung des Holzbaus mit einer verantwortungsvollen Waldpolitik verbunden bleiben müsse:
„Unsere Wälder stehen durch Trockenheit, Schädlingsbefall und Extremwetter massiv unter Druck. Deshalb braucht es eine Balance zwischen Nutzung, Wiederbewaldung und dauerhaft stabilen Waldumbau. Nachhaltige Forstwirtschaft und moderne Holzverwendung gehören zusammen.“
Das Kompetenzzentrum soll künftig Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung vernetzen sowie neue Anwendungs- und Wertschöpfungsmöglichkeiten rund um den Baustoff Holz entwickeln.