BSW fordert mehr Barrierefreiheit in Tourismusstrategie
,Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert die Landesregierung auf, bei der geplanten Überarbeitung der Tourismusstrategie nachzubessern und den vom Landtag beschlossenen Schwerpunkt Barrierefreiheit konkret zu verankern. „Bislang wurde der Schwerpunkt durch das Wirtschaftsministerium noch nicht hinreichend berücksichtigt“, erläutert Matthias Herzog, wirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion. „Wir haben das Ministerium daher aufgefordert, dies nachzuholen.“
Es reiche nicht, Barrierefreiheit als Querschnittsthema zu definieren, betont Herzog weiter. Entsprechende Maßnahmen müssten konkret in der Strategie verankert werden. „Wir haben unter anderem ein Budget vorgeschlagen, aus dem Investitionen touristischer Anbieter in Barrierefreiheit gefördert werden.“ Sinnvoll wären beispielsweise Initiativen zur einheitlichen Kennzeichnung barrierefreier Wanderwege sowie die Unterstützung baulicher Maßnahmen, um Wanderwege für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen. Herzog betont: „Ein barrierefreier Zugang zu den touristischen Attraktionen in Thüringen ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit!”
Weiterhin sollten die erheblichen wirtschaftlichen Potenziale ausgeschöpft werden, die mit der Erschließung neuer Gästegruppen einhergehen. Barrierefreiheit sei für zehn Prozent der Menschen unentbehrlich. Für 40 Prozent - etwa viele ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen oder Menschen mit temporärer gesundheitlicher Einschränkung - sei sie zumindest notwendig. Und für 100 Prozent erhöhe sie den Komfort und sei ein Qualitätsmerkmal.