Honorarkürzung bei Psychotherapeuten gefährden Versorgungslage
,Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag spricht sich entschieden gegen die geplante Absenkung der Vergütung für psychotherapeutische Leistungen aus. Die vorgesehenen Kürzungen gefährden die ohnehin angespannte Versorgungslage im Bereich der psychischen Gesundheit.
„Die Nachfrage nach psychotherapeutischer Unterstützung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig müssen Patientinnen und Patienten bereits heute viel zu lange auf einen Therapieplatz warten. In einer solchen Situation Honorare zu kürzen, ist das völlig falsche Signal“, erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der BSW-Fraktion, Dr. Stefan Wogawa.
Nach aktuellen Einschätzungen beträgt die Wartezeit auf einen Therapieplatz häufig mehrere Monate. Besonders im ländlichen Raum verschärft sich die Situation zunehmend. Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen würde die Versorgung zusätzlich unter Druck setzen und könnte dazu führen, dass weniger Therapeutinnen und Therapeuten ambulant tätig sind.
„Psychische Gesundheit ist keine Randfrage, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle – und verschärft langfristig soziale und gesundheitliche Probleme“, so Dr. Stefan Wogawa weiter.
Die BSW-Fraktion setzt sich dafür ein, die Versorgung nachhaltig zu verbessern und die Arbeit der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten angemessen zu honorieren. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Betroffenen zeitnah die Hilfe erhalten, die sie benötigen.