Welt-Down-Syndrom-Tag: „Einsamkeit entsteht häufig dort, wo Menschen ausgeschlossen werden
,Der Welt-Down-Syndrom-Tag macht auf die Lebensrealität von Menschen mit Down-Syndrom aufmerksam und rückt ihre Teilhabe in den Mittelpunkt. In diesem Jahr steht er unter dem Leitbild „Gemeinsam gegen Einsamkeit“.
Einsamkeit betrifft viele Menschen – und Menschen mit Behinderung sind überdurchschnittlich häufig betroffen. „Einsamkeit entsteht oft dort, wo Menschen ausgeschlossen werden, zum Beispiel vom Arbeitsmarkt. Wer eigenes Geld verdient, kann unabhängiger leben. Aber genau das wird Menschen mit Behinderung oft schwer gemacht“, erklärt Matthias Herzog, inklusions- und wirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag.
Viele Betroffene arbeiten in Werkstätten für Menschen mit Behinderung und schaffen den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt nicht. Das hat Folgen, nicht nur finanziell, sondern auch für das soziale Leben. Hierzu betont Herzog: „In den Werkstätten wird höchst wertvolle sowie herausragende Arbeit geleistet - und sie geben zahlreichen Menschen Sicherheit und Unterstützung. Aber sie dürfen keine Endstationen sein. Wenn diejenigen, die mehr wollen und können, kaum eine Chance im regulären Arbeitsmarkt haben, dann läuft etwas falsch.”
Die BSW-Fraktion setzt sich daher für mehr Teilhabe im regulären Arbeitsmarkt sowie die Förderung von Barrierefreiheit am Arbeitsplatz ein.