Jugendschutz in sozialen Medien: Plattformen regulieren statt Verbote

Pressemitteilungen
, 20. März 2026

Die BSW-Fraktion steht für eine vernünftige Lösung im Umgang mit sozialen Medien, die Kinder und Jugendliche schützt, ohne auf pauschale Verbote zu setzen. Die gesamte Debatte wird derzeit in die falsche Richtung geführt: Nicht junge Menschen müssen sich anpassen, sondern die profitorientierten Plattformkonzerne. Dafür braucht es klare und verbindliche politische Regeln. Weder die aktuelle, noch die vorherigen Bundesregierungen hatten den Mut, klare Vorgaben zu machen.

Vor 2016 wurden Beiträge in sozialen Medien chronologisch angezeigt – ohne gezielte Auswahl und Personalisierung. Heute dominieren algorithmisch gesteuerte Systeme, die Inhalte nach Aufmerksamkeit und Verweildauer priorisieren und darauf ausgelegt sind, Nutzer möglichst lange zu binden.

Steffen Quasebarth, medienpolitischer Sprecher: „Die Debatte wird gerade so geführt, als müssten sich Kinder und Jugendliche anpassen. Nein: Anpassen müssen sich die Konzerne. Kinderschutz heißt für uns: klare Regulierung der Plattformen und eine Ermöglichungskultur für Kinder und Jugendliche.“

Dirk Hoffmeister, bildungspolitischer Sprecher: „Ein Verbot löst das Problem nicht – das zeigt die Erfahrung in Australien, wo solche Regeln leicht umgangen werden. Wir brauchen stattdessen verbindliche Medienkompetenz in den Lehrplänen, Fortbildung für Lehrkräfte und klare Regeln für die Schulzeit. So stärken wir Kinder und Jugendliche und fördern ihre digitale Resilienz. Die Lösung gilt es gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern zu entwickeln.“

Nina Behrendt, digitalpolitische Sprecherin: „Pauschale Verbote sind eine bequeme Schlagzeile, aber kein wirksamer Schutz. Deshalb drehen wir die Logik um: Nicht Kinder aussperren, sondern Plattformen verpflichten, für Minderjährige algorithmusfreie Angebote bereitzustellen. Dazu gehört auch eine datenschutzkonforme Altersüberprüfung über unabhängige europäische Anbieter. Wer Angebote für Kinder und Jugendliche bereitstellt, muss auch deren Schutz gewährleisten.“

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