
Zu 80 Jahren Hiroshima und Nagasaki
,Am 6. und 9. August 1945 wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki durch Atombombenabwürfe nahezu vollständig zerstört. Über 210.000 Menschen verloren ihr Leben, Hunderttausende erlitten schwere Verletzungen, Verbrennungen und lebenslange gesundheitliche Folgen durch die radioaktive Strahlung. Das Leid der Überlebenden – der Hibakusha – reicht bis heute in die Familien und in die kollektive Erinnerung.
„Hiroshima und Nagasaki sind Mahnung und Auftrag zugleich. Nie wieder dürfen Atomwaffen eingesetzt werden. Nie wieder darf es zu solch einer Eskalation kommen“, erklärt Katja Wolf, Vorsitzende des BSW-Landesverbandes Thüringen. „Wir stehen für Abrüstung, Völkerverständigung und eine Außenpolitik, die auf Diplomatie statt auf Eskalation setzt.“
Noch immer existieren weltweit über 12.000 Atomwaffen – viele davon in ständiger Einsatzbereitschaft. In Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen warnt das BSW Thüringen eindringlich vor einem neuen atomaren Wettrüsten.
„Wer jetzt in Aufrüstung investiert, riskiert die Sicherheit kommender Generationen“, sagt Gernot Süßmuth, Co-Vorsitzender des BSW Thüringen. „Die Milliarden, die in Atomwaffen und Rüstung fließen, fehlen bei Bildung, Gesundheit und sozialer Sicherheit.“
Dr. Frank Augsten, Vorsitzender der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, betont: „Das Gedenken an Hiroshima und Nagasaki ist mehr als eine Rückschau – es ist ein Auftrag für die Zukunft. Thüringen setzt mit Veranstaltungen und Bildungsarbeit starke Signale für Frieden. Wir wollen, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgeht – und dass Frieden als Leitprinzip politisch verankert wird.“
Das BSW Thüringen fordert die Bundesregierung auf, dem Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen beizutreten, die Stationierung von Atomwaffen auf deutschem Boden zu beenden und stattdessen Initiativen für globale Abrüstung zu unterstützen.
Katja Wolf und Gernot Süßmuth für den BSW-Landesverband Thüringen
Dr. Frank Augsten für die BSW-Landtagsfraktion Thüringen