zur Abschaffung des Bürgergeldes

Archiv
, 13. Oktober 2025

Anke Wirsing: “Drastische Sanktionen schaffen weder Arbeitsplätze noch gute Löhne.”

  • BSW fordert wirkungsvolle Lösungen statt Stimmungsmache
  • Reform greift zu kurz und ignoriert die sozialen Probleme
  • ordnungspolitische Symbolpolitik schafft keine sozial gerechte Gesellschaft

Die BSW-Fraktion steht für eine sozial gerechte Leistungsgesellschaft. Wer hart arbeitet, soll besser leben können. Aber zu einer starken Gesellschaft gehört auch: Wer unverschuldet in Not geraten ist, muss sich auf die Gemeinschaft verlassen können und ebenso würdig wie selbstverständlich Unterstützung erfahren.

Anke Wirsing, sozialpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag:

“Natürlich unterstützt das BSW strengere Kontrollen gegen Missbrauch: Es kann z. B. nicht sein, dass sich das Modell ‚Bürgergeld plus Schwarzarbeit‘ verbreitet, während ehrliche Vollzeitbeschäftigte schlechter dastehen. Und selbstverständlich haben Leistungsempfänger klare Mitwirkungspflichten – und müssen tatsächlich bedürftig sein.

Doch CDU und SPD machen es sich schlicht zu einfach: Drastisch verschärfte Sanktionen, Zwänge und Kontrollen allein schaffen weder Arbeitsplätze noch gute Löhne. Mit der Reform spielt die schwarz-rote Bundesregierung vor allem die Schwächsten gegeneinander aus und institutionalisiert einmal mehr eine Kultur des Misstrauens.

Das vernünftige Prinzip des „Förderns und Forderns“ wird gerade nicht umgesetzt. So brauchen wir einen fairen Mindestlohn, damit sich Arbeit auch lohnt. Wir brauchen bessere Bildung und reale Aufstiegsperspektiven für alle Fleißigen und Talentierten – unabhängig von Herkunft und Status.

Die vorgesehene Vollstreichung ist nicht zu Ende gedacht. Es fehlt die Darlegung, wie der vollständige Leistungsbezug mit der verfassungsrechtlichen Mindestversorgung vereinbart werden soll. Andererseits drängt sie Verweigerer direkt in Kriminalität und Submilieus. Das macht die Gesellschaft unsicherer – und provoziert ein Vielfaches an Folgekosten.

Diese Reform setzt sich über die realen Probleme der Menschen hinweg. Was wir sehen, ist planlose Symbolpolitik mit einem ordnungspolitischen Knall. Was wir nicht sehen, ist Verantwortung und Verständnis für das Funktionieren der Gesellschaft und die Lebensrealitäten der Menschen.”

Auch interessant

11 Mai

Tag der Kinderbetreuung: Flächendeckende Versorgung mit Betreuungsplätzen sicherstellen

Archiv – „Mein großer Dank geht an alle Kita-Fachkräfte, Tagesmütter und Tagesväter. Mit eurem Engagement leistet ihr einen unglaublich wichtigen Beitrag zu unserer Gesellschaft“, sagte die sozial- und familienpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Anke Wirsing, anlässlich des heutigen Tages der Kinderbetreuung. Weiter betonte sie, es dürfe seitens der Politik nicht bei warmen Worten bleiben. „Die Herausforderungen…

05 Mai

Inklusion ist kein Posten, den man je nach Haushaltslage rauf- oder runterfährt

Archiv – Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung äußert sich Matthias Herzog, Sprecher für Menschen mit Behinderung der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, mit großer Sorge zu einem internen Arbeitspapier von Bund, Ländern und Kommunen. Dieses Papier ist bereits im April 2026 an die Öffentlichkeit gelangt und enthält zahlreiche Vorschläge, wie im Bereich der…

04 Mai

Tele-Notärzte stärken die Versorgung - besonders im ländlichen Raum

Archiv – Zur Einführung des Tele-Notarzt-Systems in Thüringen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Stefan Wogawa: „Die Einführung von Tele-Notärzten in Thüringen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der notfallmedizinischen Versorgung. Gerade in Situationen, in denen ein Notarzt nicht sofort vor Ort sein kann, ermöglicht die digitale Zuschaltung schnelle ärztliche Unterstützung und verbessert…

29 Apr.

Gesundheitsreform der Bundesregierung spart nicht im System, sondern bei den Menschen

Archiv – Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert die heute im Bundeskabinett beschlossene Gesundheitsreform als sozial unausgewogen und unzureichend. Statt das Gesundheitssystem endlich durch konsequente Strukturreformen auf eine finanziell solide Basis zu stellen, bleibt die Bundesregierung bei kurzfristigen Sparmaßnahmen. Aus Sicht des BSW braucht es seit langem eine grundlegende Strukturreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hin zu einer…

  • 11 Mai Tag der Kinderbetreuung: Flächendeckende Versorgung mit Betreuungsplätzen sicherstellen

    Archiv „Mein großer Dank geht an alle Kita-Fachkräfte, Tagesmütter und Tagesväter. Mit eurem Engagement leistet ihr einen unglaublich wichtigen Beitrag zu unserer Gesellschaft“, sagte die sozial- und familienpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Anke Wirsing, anlässlich des heutigen Tages der Kinderbetreuung. Weiter betonte sie, es dürfe seitens der Politik nicht bei warmen Worten bleiben. „Die Herausforderungen…

  • 05 Mai Inklusion ist kein Posten, den man je nach Haushaltslage rauf- oder runterfährt

    Archiv Anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung äußert sich Matthias Herzog, Sprecher für Menschen mit Behinderung der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, mit großer Sorge zu einem internen Arbeitspapier von Bund, Ländern und Kommunen. Dieses Papier ist bereits im April 2026 an die Öffentlichkeit gelangt und enthält zahlreiche Vorschläge, wie im Bereich der…

  • 04 Mai Tele-Notärzte stärken die Versorgung - besonders im ländlichen Raum

    Archiv Zur Einführung des Tele-Notarzt-Systems in Thüringen erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag, Dr. Stefan Wogawa: „Die Einführung von Tele-Notärzten in Thüringen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der notfallmedizinischen Versorgung. Gerade in Situationen, in denen ein Notarzt nicht sofort vor Ort sein kann, ermöglicht die digitale Zuschaltung schnelle ärztliche Unterstützung und verbessert…

  • 29 Apr. Gesundheitsreform der Bundesregierung spart nicht im System, sondern bei den Menschen

    Archiv Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert die heute im Bundeskabinett beschlossene Gesundheitsreform als sozial unausgewogen und unzureichend. Statt das Gesundheitssystem endlich durch konsequente Strukturreformen auf eine finanziell solide Basis zu stellen, bleibt die Bundesregierung bei kurzfristigen Sparmaßnahmen. Aus Sicht des BSW braucht es seit langem eine grundlegende Strukturreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hin zu einer…