Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft & Forsten

Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Forsten – Natur bewahren, ländliche Räume stärken

Thüringen ist geprägt von vielfältigen Kulturlandschaften, leistungsfähiger Landwirtschaft, großen Waldflächen und einem starken ländlichen Raum. Gleichzeitig stehen Umwelt, Natur und Landnutzung vor erheblichen Herausforderungen: zunehmende Trockenheit, Waldschäden, Flächenverbrauch, steigender Nutzungsdruck sowie wachsende Anforderungen an Landwirtschaft, Energieversorgung und Naturschutz müssen miteinander in Einklang gebracht werden.

Der Arbeitskreis Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Forsten der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag beschäftigt sich deshalb mit der Frage, wie Natur- und Umweltschutz praktisch, sozial ausgewogen und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden können. Dabei geht es uns nicht um Symbolpolitik, sondern um konkrete Lösungen, die sowohl den Menschen im ländlichen Raum als auch Umwelt und Natur zugutekommen.

Aktuell arbeiten wir unter anderem zu den Themen:

  • Schutz von Böden, Wasser und Wäldern
  • Waldumbau und Wiederbewaldung geschädigter Flächen
  • Wasserrückhalt in der Landschaft und Anpassung an Trockenperioden
  • regionale Energieversorgung und Ausbau erneuerbarer Energien
  • Entsiegelung und sparsamer Flächenverbrauch
  • Zukunft der Landwirtschaft und regionale Wertschöpfung
  • Bürokratieabbau und praktikable Förderprogramme
  • Naturschutz im Einklang mit Nutzung und Eigentum
  • Umgang mit Wolf und anderen invasiven Arten

Gerade beim Thema Wolf zeigt sich derzeit, wie schwierig der Ausgleich zwischen Artenschutz, Weidetierhaltung und den Interessen des ländlichen Raums geworden ist. Viele Tierhalter fühlen sich mit den Folgen zunehmender Wolfsrisse allein gelassen. Gleichzeitig braucht es einen sachlichen Umgang mit dem Thema, der weder Probleme kleinredet noch ideologisch auflädt.

Aus Sicht der BSW-Fraktion müssen Weidetierhalter unterstützt, Entschädigungen vereinfacht und praktikable Regelungen zum Umgang mit Problemwölfen geschaffen werden. Gleiches gilt auch für andere invasive Tierarten, bei denen Land- und Forstwirtschaft sowie kommunale Strukturen zunehmend belastet werden. Naturschutz kann nur funktionieren, wenn er gesellschaftlich akzeptiert bleibt und die Lebensrealität der Menschen vor Ort berücksichtigt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt derzeit auf der Entwicklung tragfähiger Lösungen für den ländlichen Raum. Viele Gemeinden stehen vor der Herausforderung, Infrastruktur zu erhalten, wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen und gleichzeitig steigende Anforderungen im Umwelt- und Naturschutz umzusetzen. Hinzu kommen Unsicherheiten durch europäische Vorgaben, komplexe Förderbedingungen und ein wachsender Fachkräftemangel.

Auch die Landwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Steigende Kosten, zunehmende Dokumentationspflichten und Unsicherheiten bei Förderprogrammen belasten viele Betriebe. Gleichzeitig erwarten Verbraucher zu Recht hochwertige regionale Lebensmittel sowie den Schutz von Natur, Wasser und Artenvielfalt. Diese Interessen müssen vernünftig zusammengeführt werden.

Die Arbeit des Arbeitskreises weist dabei zahlreiche Schnittmengen zu weiteren Politikfeldern auf. Insbesondere bestehen enge Bezüge zu den Bereichen Energie, Landesentwicklung, Wirtschaft, Digitales und Infrastruktur. Fragen der Flächennutzung, der Energieversorgung, des Netzausbaus, der Digitalisierung im ländlichen Raum oder einer leistungsfähigen Infrastruktur lassen sich nicht isoliert betrachten, sondern müssen gemeinsam gedacht werden.

Der Arbeitskreis begleitet aktuelle Gesetzesvorhaben, führt Fachgespräche mit Verbänden, Wissenschaft, Praxis und Verwaltung und entwickelt eigene parlamentarische Initiativen. Ziel ist es, Umwelt- und Naturschutz mit wirtschaftlicher Vernunft, regionaler Wertschöpfung und sozialer Gerechtigkeit zu verbinden.

Mitglieder des Ausschusses


Dr. Frank Augsten

Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten; Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum

Matthias Herzog

Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ländlichen Raum; Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Energie, Naturschutz und Forsten; Mitglied in der Enquete-Kommission; stellv. Fraktionsvorsitzender

Zuständiger Referent des Ausschusses


Katja Beier

Referentin für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Forsten


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