Zentrale App, die alle Verwaltungsleistungen bündelt

Archiv
, 12. August 2025

„Mit dem heutigen Start des neuen Digitalkabinetts unter der Leitung des Digitalministers Steffen Schütz (BSW) und der Digitalstaatssekretärin Milen Starke setzen wir ein starkes Signal für die digitale Zukunft Thüringens“, erklärt Nina Behrendt, digitalpolitische Sprecherin der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag. „Thüringen will die Digitalisierung beschleunigen und bürgernah gestalten. Dafür ist die geplante Thüringen-App ein besonders wichtiger Meilenstein und entscheidender Schritt für eine spürbare Entbürokratisierung.“

Die App soll kostenlos allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen und Leistungen von Land und Kommunen an einem Ort bündeln – vom Anwohnerparkausweis bis zur Baugenehmigung. Damit wird sie zum zentralen digitalen Zugang für Verwaltungsanliegen. Ergänzend dazu wird die einheitliche Behördennummer 115 stärker in das digitale Serviceangebot integriert. Künftig sollen hier auch Chatbots zum Einsatz kommen, die rund um die Uhr Auskünfte erteilen und bei Anfragen unterstützen. So erhalten Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert Hilfe – sowohl telefonisch als auch online.

„Für eine erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen entscheidend. Ziel bleibt, dass die Digitalisierung nicht Selbstzweck ist, sondern den Alltag der Menschen verbessert“, so Behrendt.

Weitere Ergebnisse des Digitalkabinetts im Überblick:

Unter der Leitung des Thüringer Ministeriums für Digitales und Infrastruktur (TMDI) soll Thüringen zum „Smart State“ werden. Dazu gehören die Einführung einheitlicher IT-Standards, eine stärkere Einbindung der Kommunen sowie verbindliche Zielvorgaben für eine vernetzte und moderne Verwaltung.

Als erstes Bundesland führt Thüringen einen kombinierten Praxis- und Digitalcheck für Gesetze ein. Dieses Prüfverfahren basiert auf einer Open-Source-Low-Code-Plattform und stellt sicher, dass neue Gesetze sowohl praxistauglich als auch digital nutzerfreundlich gestaltet werden – mit dem Ziel, unnötige Hürden für Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden.

Für den verantwortungsvollen KI-Einsatz in Behörden gibt es künftig eine verbindliche Dienstanweisung. Sie legt fest, wie generative KI rechtssicher, strukturiert und datenschutzkonform eingesetzt werden kann, um Effizienz zu steigern, ohne den Schutz sensibler Daten zu gefährden.

Zusätzlich sollen Digitalkompetenzen gezielt gefördert werden – unter anderem durch Schulungen für Verwaltungsmitarbeiter und die Unterstützung innovativer Projekte wie das „Freiwillige Digitale Jahr“.

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