Lehren aus Zalando: Förderpolitik neu ausrichten
,„Der Fall Zalando muss Konsequenzen haben. Ich erwarte, dass die Förderpolitik des Freistaates so umgebaut wird, dass künftig verstärkt regional verwurzelte Unternehmen profitieren“, sagte Matthias Herzog, wirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion im Thüringer Landtag.
„Internationale Fördermittel-Hopper wie Zalando sind im Zweifelsfall weg, sobald andernorts etwas höhere Profite locken. Hingegen gibt es in Thüringen zahlreiche Unternehmer, die sich ihrer sozialen Verantwortung für Beschäftigte und die Region bewusst sind. Das zeigt beispielsweise die hohe Teilnahmebereitschaft an der Jobbörse am Zalando-Standort. Diese Betriebe müssen wir in den Mittelpunkt unserer Förderpolitik rücken.“
Weiter betonte Herzog, es sei wichtig, mit den Wirtschaftsakteuren gemeinsam die besten Lösungen zu erarbeiten. „Wir brauchen keine öffentlichkeitswirksamen Schnellschüsse, die dann wirkungslos verpuffen. Stattdessen suchen wir das Gespräch mit Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften, um herauszufinden, was es wirklich braucht und welche Maßnahmen am wichtigsten sind, um langfristig wirksame Veränderungen einzuleiten.“
Die BSW-Fraktion wird daher im zweiten Quartal 2026 ein Fachgespräch zur Zukunft der Landesförderpolitik organisieren.